Nis Randers

(Text: Otto Ernst, Musik: Roland)

Krachen und Heulen und berstende Nacht, Dunkel und Flammen in rasender Jagt, Ein Schrei durch die Brandung

Und brennt der Himmel so sieht mans gut. Ein Wrack auf der Sandbank. Noch wiegt es die Flut, Gleich holt sichs der Abgrund.

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Nis Randers lugt, und ohne Hast, spricht er: "Da hengt noch ein Mann im Mast, wir müssen ihn holen!"

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Da fasst ihn die Mutter: "Du steigst mir nicht ein, dich will ich behalten, du bliebst mir allein, ich wills deine Mutter.

Dein Vater ging unter und Momme, mein Sohn, drei Jahre verschollen ist Uwe schon, mein Uwe, mein Uwe!"

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Nis tritt auf die Brücke, die Mutter ihm nach, er weist nach dem Wrack und spricht gemach: "Und seine Mutter?"

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Nun springt er ins Boot und mit ihm noch sechs, hohes, hartes Friesengewächs, schon sausen die Ruder.

Boot oben, Boot unten, ein Höllentanz, nun muss es zerschmettern! Nein es blieb ganz! Wie lange? Wie lange?

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Mit feurigen Geißeln peitscht das Meer, die menschenfressenden Rosse daher, sie schnauben und schäumen.

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Wie hechelnde Hast sie zusammenzwingt, eins auf den Nacken des andern springt, mit stampfenden Hufen.

Drei Wetter zusammen, nun brennt die Welt. Was da? Ein Boot das landwärts hält, Sie sind es! Sie kommen!

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Und Auge und Ohr ins Dunkel gespannt. Still ruft da nicht einer? Er schreits durch die Hand: "Sagt Mutter, ´s ist Uwe!"

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Sturma

(Text: Aistulf, Musik: Roland)

Es wütet des Segels Schaden, über des Seekönigs Weg, das Nass steht uns bis an die Waden, zersplittert ist der Steg.

Unser wackrer Fjordelch ächzt mit letztem Mut, bald reicht uns Ran den Metkelch, durch die schäumende Flut.

Ref.:

Sturma - die letzte Schlacht - Sturma - raubt uns die Kraft, Sturma - seht was er kann - Gefangen - im Netz der Ran

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Jetzt kracht der Vordersteven, ein Mann ist über Bord, es kreisen kreischend die Möwen, die Wellen tragen ihn fort.

Wohin geht seine Reise, wir werden ihn vermissen, doch plötzlich wird es leise, warum will keiner wissen.

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Der Wogen Pferd vernichtet, der Kampf der war recht lang, der Sturm sein Werk verrichtet, mit kräft´gem Kriegsgesang.

Die Eber Windblindis singen, wir atmen Wasser statt Luft, dies ist das letzte Ringen, das Meer wird uns zur Gruft.

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Schwertzeit

(Text: Aistulf, Musik: Roland)

Fimbulwinter mit eisiger Hand, fegt Schneegetöse durchs Menschenland, durch Windswals Sohn wird Kälte gebracht, Frost und Eis beherrschen Tag und Nacht.

Brüder gegen Brüder zu streiten bereit, keiner ist vor dem Morden gefeit, drei Winter toben nun die Schlachten, die Elend und Tod nach Midgard brachten.

Ref.:

Schwertzeit, Beilzeit, Schilde bersten, Windzeit, Wolfszeit bis die Welt vergeht!

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Sköll Mundilfaris Tochter verschlingt, Hrotwitnirs Sohn mit Mani ringt, die Mutter Thors muss mächtig beben, Gebirge stürzen auf alles Leben.

Fesseln und Bande reißen und brechen, Fenris kann sich an den Asen rächen, Jörmungand naht, es kreischt der Aar, tosend und brausend rast Naglfar.

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"Grässlich heult Garm vor der Gnipahöhle, die Fessel bricht und Freki rennt, viel weiß die Weise, sieht weit voraus, der Welten Untergang, der Asen Fall!"

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Des Heerkönigs Harier

(Text: Aistulf, Musik: Roland)

Dutzende Degen sind schon gefallen, nun trinken sie Met in Heervaters Hallen, Wackere Recken mit Brünnen die nicht rosten, vom Feuer der Wunden mussten sie kosten

Nun stehe ich hier mit dem harten Kern, in dieses Toben schick ich sie nicht gern, Schwarz bemalt in Wolfsfell gehüllt, grimme Gesichter von Hass erfüllt

Sie schworen mir Treue bis in den Tod, mit dieser Gefolgschaft teil ich mein Brot, Sie stürmen in das Gewitter der Schilde, kennen keine Gnade kennen keine Milde

Ref.:

Des Heerkönigs Harier sind tolldreiste Wüter. Sie machen keine Beute verachten alle Güter, Des Heerkönigs Harier - keine Gefangenen gemacht. Des Feindes Eschen Tyr als Opfer gebracht

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Mit Bärenkraft und wölfischer Wut, das Blut der Toten entfacht ihre Glut, Die ehernen Eichen des Feindes gefällt, dutzende Schlachten haben sie gestählt

Der Trollfrauen Wälder sind rot gefärbt, mein Gegner verzweifelt er ist gehärmt, Seine schwehre Schildburg ist nun erobert, das Feuer des Ringens nicht weiter lodert

Die Schiffe Ulls sie sind zerbrochen, den Sieg errungen tapfer gefochten, Die trutzigen Birken sind alle vernichtet, das Werk meiner Mannen vortrefflich verrichtet

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roland